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Kinderportraits
Prenzlauer Berg, der Kiez in dem ich selbst Kindergartenkind war und in dem ich auch heute wohne, ist einer der kinderreichsten Bezirke Berlins. Deutschlands? Aber irgendwas ist anders. Und es sind nicht nur die pastellenen Dispersionsfarben an den Häusern. Es ist alles.
Die Kinder tummeln sich auf den Spielplätzen, von den Müttern bewacht. Sie stehen im Mittelpunkt dieses Lebens in sanierten Altbauwohnungen. Ich porträtiere sie, als die neuen Gesichter, die diese Straßen bewohnen und vielleicht auch in der Zukunft bewohnen werden.
Die Menschen, die hier vor zwanzig Jahren lebten, sind weg. Sie können sich die Wonungen nicht mehr leisten. Den Meisen, die heute hier leben, gelingt es nicht eine Brücke zu schlagen. Aber was ist mit ihnen. Das wird ihr Bezirk sein.
Online-Fotoalbum
Sabine und dem Teufel und Sabine im Spiegelschloss
In Zusammenarbeit mit dem Verein Uckermärkischer Mythengarten habe ich im Jahr 2009 und 2010 die beiden Skulpturen geschaffen. "Sabine und der Teufel" - cirka 4 m hoch, "Sabine und der Teufel" eine Unterwasserlandschaft ca. 7 m lang.
Die Arbeiten bilden den Rastplatz zur Sabinenseesage, eine alte Legende, die uns unser Nachbar Herr Ettinger aus Arnimswalde vor 30 Jahren erzählte.
Weil die Eltern sie schon vor ihrer Geburt dem Teufel versprachen, flieht Sabine an ihrem 18 Geburtstag und versucht sich mit einem Sprung über den Sabinensee zu retten. Dieser weite Sprung gelingt ihr jedoch nicht und sie stürzt in der Mitte des Sees in die Tiefe. Seither lebt sie dort in ihrem Spiegelschloss.
"Sabine und der Teufel" stellt diesen Sprung kurz vor der drohenden Ergreifung durch den Teufel dar. Sie symbolisiert den sprichwörtlichen "Sprung ins kalte Wasser", in die symbolische Unabhängigkeit und Unerreichbarkeit des Unterwasserschlosses, fernab vom Zugriff der Eltern oder der Außenwelt. Es ist ein mutiger Sprung in die Eigenverantwortung, der notwendig wird, um den eigenen Idealen treu zu sein. Das ist auch heute ein Thema, auf welches ich mit dieser weit über die Landschaft sichtbaren Skulptur aufmerksam machen möchte.
Die Skulpturen stehen am überregionalen Reitweg Berlin − Usedom zwischen Arnimswalde (Wallpfad), Temmen und Willmine. Von Temmen aus läuft man am Friedhof vorbei und ist in ca 20 Minuten da. Der Fernradweg Berlin − Usedom bei Stegelitz befindet sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe. Johanna Martin überreicht dem Leiter des Gutes Temmen eine Miniatur der Skulptur (Dez 2009), als Dank für seine kontinuierliche Unterstützung aller bisherigen Projekte des Vereins Uckermärkischer Mythengarten.
Mit Theaterspiel und Video hauchen wir den alten Legenden neues Leben ein.
In diesem Jahr (2010) habe ich für den Verein Uckermärkischer Mythengarten ein Projekt zur Fortführung der Kooperation mit den Grundschulen in Milmersdorf (Deutschland / Landkreis Uckermark) und Lubanowo (Polen / Landkreis Gryfino) entwickelt.
Je zwei Sagen aus Deutschland und Polen werden wir mit den Kindern zweisprachig inszenieren. Die Sagen sind den Kindern zum Teil schon aus dem vorangegengenen Projekt im Jahr 2008 bekannt, in dessen Folge wir im Dezember 2009 die Stele auf dem Schulhof einweihen konnten. Die Sagen wurden von mir in eine aufführbare Form gebracht. Dann übersetzen wir sie und setzen sie spielerisch in beiden Sprachen um. Dabei benutzen wir Masken, die wir gemeinsam mit den Kindern künstlerisch gestalten. Jeweils 10 bis 14 deutsche und polnische Kinder stellen dabei die Charaktere der alten Legenden dar. Die Charaktere werden durch ein Kind aus jedem Land und Übergabe der Stabmasken im Spiel dargestellt. Die Kinder sind so zu Interaktion angehalten, lernen einander besser kennen und lernen es, Sprachbarrieren spielerisch zu überbrücken.
Ein weiterer Aspekt der Arbeit ist, Kindern aus Polen und Deutschland über die Legenden ihre gemeinsamen Wurzeln zu vermitteln.
Artikel in der Templiner Zeitung vom 29.04.2010
Artikel in der Templiner Zeitung vom 11.05.2010
Artikel in der Templiner Zeitung vom 15.05.2010
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johanna.martin[at]email.de
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